Rottenburg +49 7472 / 9250 | Tröbitz +49 353 26 / 9830 kontakt@etapart.de

Dunkelstrahler

Zusammenfassung:

  • Dunkelstrahler sind geeignet für Hallendecken ab 3,50 Meter Höhe
  • Energieeinsparungen um ca. 50 % möglich
  • Angenehmes Raumklima steigert Zufriedenheit der Mitarbeiter
Dunkelstrahler sind eine Form der Infrarotstrahler, d. h. sie erzeugen Wärme durch eine infrarote Strahlung. Im Gegensatz zu einer konvektiven Luftheizung, die die gesamte Raumluft durch Zirkulation erhitzt, funktioniert ein Dunkelstrahler über Strahlung, die Bauteile erwärmt.

Aufbau von Dunkelstrahlern

Aufbau konventioneller Dunkelstrahler

Dunkelstrahler sind relativ einfach aufgebaut: An einem Ende eines linear oder u-förmig verlaufenden Strahlrohres ist ein Brenner montiert, der eine Flamme erzeugt. Diese wird mithilfe eines Sauggebläses am anderen Ende des Rohres in das Rohr gezogen und erhitzt dieses gleichmäßig. Das Rohrsystem steht unter Unterdruck, was insbesondere bei Sammelabgasanlagen den Vorteil der besseren Einregulierung und der stabileren Verbrennung hat.
Auch ist sicher gestellt, dass keine Abgase in die Halle gelangen. Die Rohre sind von außen durch Reflektoren abgeschirmt, damit die Wärme nur in die gewünschte Richtung strahlt. Der Effekt verstärkt sich, wenn das Reflektorblech auf der Rückseite mit einer mineralischen Dämmung hinterlegt ist. Abgasrohre dienen dazu, die entstehenden Gase unmittelbar aus der Halle abzuführen, was entweder einzeln je Gerät oder im Verbund mehrerer Geräte über einen Kamin erfolgt.

Rezirkulationsdunkelstrahler

Rezirkulationsdunkelstrahler sind geschlossene Strahlrohrsysteme im Unterdruckbereich zur wirtschaftlichen Gesamt- oder Teilbeheizung von mittleren bis großen Hallen und Verkaufsräumen. Die Flamme wird hier mit einem separaten Gebläse in das Rohr gedrückt. Im Gegensatz zu konventionellen Dunkelstrahlern durchlaufen die Heizgase das Strahlrohrsystem mehrmals, wobei die kühlen Gase aus dem Rücklauf der Brennkammer erneut zugeführt werden und so für eine Verteilung der Wärmeleistung auf den gesamten Dunkelstrahler sorgen. Dieses Verfahren ermöglicht Baulängen von bis zu 100 Metern.

Einige Rezirkulationsdunkelstrahler sind mit einem Lüftungssystem ausgestattet, das zusätzlich der Wärmerückgewinnung dient. Diese Modelle eignen sich besonders zur wirtschaftlichen Beheizung und Frischluftversorgung von Gesamt- oder Teilbereichen von Hallen mit erhöhtem Wärme- und Frischluftbedarf.

Steuerung der Heizsysteme

Die Steuerung der Industrieheizung kann in Stufen oder modulierend erfolgen. Bei einigen Systemen ist die Realisierung unterschiedlicher Temperaturbereiche in einem Raum möglich. Die Bedienung der Geräte erfolgt entweder über einfache Zeitschaltuhren oder komplexe Steuerungssysteme, die über Strahlungsfühler gesteuert sind. Auch ist bei modernen Systemen die automatische Bestimmung des optimalen Einschaltzeitpunktes möglich. Bei Sammelabgasanlagen bedarf es zusätzlich der Steuerung der Sammelabgasanlagen.

Anwendungsbereiche von Dunkelstrahlern

Die geringen Betriebstemperaturen ermöglichen eine gute Integration der Heizung in den Raum. Durch relativ niedrige Betriebstemperaturen ist ein Einsatz ab Deckenhöhen von ca. 3,50 Meter möglich.
Die verdeckte Bauform gestattet zudem einen Betrieb im Außenbereich. Möglich ist außerdem ein Beheizen unterschiedlicher Teilbereiche einer Halle sowie eine schnelle und flexible Anpassung an unterschiedliche Nutzungszeiten der Halle. Weitere Anwendungsgebiete für Dunkelstrahler sind Hallen mit Schichtbetrieb, sowie Bereiche mit schnellen Lastwechseln durch Toröffnungen, Materialtransport und inneren Wärmequellen. Stärken haben Dunkelstrahlersysteme dabei in den Bereichen:

  • der Eisen- und Stahlindustrie wie z. B. dem Maschinenbau
  • in allen Bereichen der Fertigung und Produktion, d. h. der Herstellung und Verarbeitung von Werkstoffen aller Art
  • in der Automobil- und Zulieferindustrie: Fertigung, Montage, Reparatur, Waschhallen
  • in Werften, d. h. dem Schiffsbau und der Reparatur von Schiffen
  • in Gewerbehallen – Werkstätten, Servicebetriebe, Verkaufsräume, Supermärkte, Shopping-Center
  • in Verkehrsbetrieben: sowohl der Fertigung und Reparatur von Bussen und Schienenfahrzeugen als auch in Fahrzeugdepots
  • in Flugzeughangars und Reparaturhallen
  • in Sport- und Freizeiteinrichtungen (Sport- und Eissporthallen, Tribünen, Indoor-Einrichtungen und Stadien)
  • in Versammlungsräumen wie z. B. Kirchen, Museen und Ausbildungsstätten
  • in der Hotellerie und Gastronomie
  • in der Landwirtschaft: Tieraufzucht, Ställe, Gartenbau, Gewächshäuser, Agrarindustrie

Energieeinsparung durch Dunkelstrahler

Abstimmung von Heizsystem und Raumnutzung

Der Bedarf zu erzeugender Wärme variiert je nach Masse und Beschaffenheit der Einrichtung, da Materialien Wärme unterschiedlich gut speichern können. Entsprechend wichtig ist vor der Auswahl eines Systems eine umfassende Beratung. Nur mit einer Abstimmung zwischen Heizsystem und Anwendungsbereich lässt sich eine optimale Energieeinsparung erzielen.

Bessere Energiebilanz

Durch die punktgenaue Beheizung einzelner Bereiche zu speziellen Zeiten benötigen Dunkelstrahler-Heizungen weniger Energie. Auch senkt sich so der CO2-Ausstoß und die laufenden Kosten fallen geringer aus als bei weniger flexiblen Systemen. Bei modernen Systemen sind hier im Extremfall Einsparungen von bis zu 70 % im Vergleich zu alten Heizsystemen möglich, im Schnitt fallen 50 % geringere Aufwendungen für Energie an. Wie viel dies im Einzelfall ist, hängt entscheidend von der Wahl des passenden Systems ab.

Durch die Kombination mit einem Brennwertsystem ist zudem die Auskondensierung des Wasserdampfes aus den Abgasen möglich, wodurch zusätzlich Kondensationswärme gewonnen und von unten zugfrei in die Arbeitsbereiche gedrückt werden kann.

Vorteile einer Dunkelstrahlerheizung

  • Durch die Wärmeabgabe durch die Strahlrohre gibt es keine Zugluft oder Staubaufwirbelungen, es entsteht ein verbessertes Raumklima und damit optimale Arbeitsbedingungen – der Krankenstand sinkt.
  • Die Platzierung der Strahler erfolgt platzsparend unter dem Dach und nimmt damit keinen Raum ein, der etwas kostet.
  • Durch die Erwärmung der Bausubstanz kühlt die Halle auch dann nicht aus, wenn die Hallentore offen stehen.
  • Dezentrale Systeme sind in der Anschaffung kostengünstiger als zentrale Systeme, die Investitionskosten sind damit geringer, die Amortisation erfolgt schneller.
  • Durch das dezentrale Heizsystem ist eine Umnutzung des Gebäudes unkompliziert – auch eine Anpassung an die Nutzung erneuerbarer Energien ist problemlos möglich.
  • Dunkelstrahler arbeiten fast geräuschlos und lassen sich unabhängig von der Gebäudegeometrie überall einbauen.