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Werkstatt heizen

Hallenheizungen im Industriebereich müssen zahlreiche Aufgaben gleichzeitig erfüllen, um möglichst effizient und kostensparend zu arbeiten. Konvektorheizungen sind dabei meist ungeeignet, da sich so große Räume mit hohen Deckenhöhen nicht effizient erwärmen lassen. Eine spezielle Industrieheizung bietet eine Lösung.

Besonders wichtig ist dabei auch die Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter: Mit einem angenehmen Raumklima steigt die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und bei ausbleibender Zugluft sinkt der Krankenstand. Vor allem beim Werkstatt heizen sind die Mitarbeiter in die Planung der Heizungsanlage einzubeziehen.

Eigenschaften von Werkstätten

Während sich in Lagerhallen nur wenige Mitarbeiter aufhalten, die für die Kommissionierung von Waren in der Regel zudem in Bewegung sind, arbeiten Mitarbeiter in Werkstätten teilweise stationär an einem Ort, d. h. das Kälteempfinden ist höher. In jedem Fall einzuhalten ist dabei die vorgeschriebene Raumtemperatur: Während Mitarbeiter, die schwere Arm- und Beinbewegungen während der Arbeitszeit vollziehen, laut der Arbeitsstättenverordnung mit einer Raumtemperatur von 12° Celsius zufrieden sind, bedarf es bei mittelschweren Arbeiten bereits einer Temperatur von 17° Celsius.

Eine weitere Eigenschaft von Werkstätten sind unterschiedliche Arbeitsbereiche, die eventuell unterschiedliche Temperaturen erfordern.

Hinzu kommt – je nach Branche – ein wiederkehrendes Öffnen und Schließen von Werkstatttoren, was zu einem raschen Auskühlen durch einen Verlust warmer Raumluft führt

Da die Werkstatt in der Nacht ungenutzt ist, bedarf es keiner gleichmäßigen Heizleistung rund um die Uhr, sondern einer bestenfalls automatischen Nachtabsenkung.

Erfordernisse an Heizungssysteme für Werkstätten

Aus den Eigenschaften von Werkstätten ergeben sich daraus einige Erfordernisse an eine optimale Heizung:

  • angenehmes Raumklima für Mitarbeiter
  • Vermeidung von Zugluft
  • eventuell Beheizen unterschiedlicher Arbeitsbereiche
  • eventuell Wärmeverluste durch Werkstatttore
  • Nachtabsenkung

Um diesen Anforderungen zu begegnen, bestehen im Werkstatt heizen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Warmlufterzeuger, d. h. Umluftheizungen, sowie Strahlungsheizungen.

Werkstatt heizen mit Umluftheizungen

Umluftheizungen saugen die Raumluft häufig im Bodenbereich an, reichern diese gegebenenfalls mit zugeführter Außenluft an, um einen Luftaustausch zu generieren, und blasen die Luft nach dem Erwärmen über einen Ventilator wieder in den Raum aus. Der Vorteil: Die Reaktionszeit ist kurz, die Luft erwärmt sich rasch. Nachteile gibt es hingegen bei der Luftzirkulation, die schnell als Zugluft wahrgenommen wird, den hohen Energiekosten, da große Luftmassen bewegt werden müssen, um die Luft tatsächlich zu erwärmen, sowie Wärmeverluste von aufgewärmter Luft bei offenen Werkstatttoren.

Bei modernen Brennwert-Warmlufterzeugern ist hier zwar der Vorteil gegeben, dass Kondensationswärme zur Lufterwärmung genutzt wird und damit eine hohe Energieeffizienz gewährleistet ist. Besser geeignet sind für Werkstätten in vielen Fällen Strahlungsheizungen.

Werkstatt heizen mit Strahlungsheizungen

Zum Heizen einer Werkstatt mit Strahlungsheizungen bieten sich zwei verschiedene Bauformen an:

  • Hochtemperaturstrahler
  • Niedertemperaturstrahler

Beiden gemein ist, dass sie nicht die Luft erwärmen, wie es bei Umluftheizungen der Fall ist, sondern über die Strahlungsenergie Bauteile, Personen und Einrichtungsgegenstände erwärmt werden. Die Funktionsweise entspricht damit jener von Sonnenstrahlen. Das hat den Vorteil, dass bereits bei geringerer Raumtemperatur eine angenehme Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter gegeben ist. Die Zufriedenheit am Arbeitsplatz steigt, die Krankenzeiten, die nicht zuletzt durch unangenehme Zugluft entstehen, nehmen ab.

Ein weiterer Vorteil: Strahlungsheizungen benötigen kaum eine Vorlaufzeit und lassen sich so zeitgenau über Steuerungssysteme an- und abschalten. So ist in der Werkstatt eine Nachtabsenkung der Temperatur möglich, die wertvolle Energiekosten spart. Auch ein automatisches Ausschalten ist möglich, wenn die Heizung eine bestimmte Betriebstemperatur erreicht hat.

Während bei Niedertemperaturstrahlern ein Energieträger wie Wasser benötigt wird, der gespeicherte Wärme als Strahlungswärme abgibt, wird die Heizwärme bei Hochtemperaturstrahlern direkt am Bauteil erzeugt. Die höheren Oberflächentemperaturen haben hier den Vorteil, auch größere Distanzen überwinden zu können, d. h. sind auch bei höheren Deckenhöhen geeignet.

Niedertemperaturstrahler

Zu den Niedertemperaturstrahlern gehören Fußbodenheizungen, Außenwandheizungen, die die Wand als Bauteilheizung nutzen, sowie Strahlplattenheizungen an der Decke, die Wärme über montierte Platten, die mittels durchgeführter Wasserleitungen erhitzt werden, an den Raum abgeben.

Hochtemperaturstrahler

Sowohl Hellstrahler wie auch Dunkelstrahler gehören zu den Hochtemperaturstrahlern. Bei Hellstrahlern ist das Heizelement sichtbar, was zu hohen Oberflächentemperaturen führt. Deshalb sind für dieses Heizsystem relativ hohe Deckenhöhen notwendig. Der Vorteil ist dabei jedoch, dass über reflektierende Platten die Wärme in den Raum geleitet wird, sodass hier präzise einzelne Arbeitsbereiche erwärmt werden können.

Dunkelstrahler hingegen verdecken das Heizelement, die Oberflächentemperatur ist geringer. Entsprechend lässt sich dieses Heizsystem gut in Werkstätten mit geringerer Deckenhöhe ab etwa vier Meter einsetzen.

Sowohl beim Neubau einer Werkstatt wie auch bei einer Modernisierung eines bestehenden Gebäudes lohnt sich die Beratung durch einen Fachmann, um das individuell optimale Heizungssystem zu ermitteln, das die Heizkosten bedeutend senkt.