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Energieeffizienz bezeichnet laut der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU „das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zum Energieeinsatz.“ Eine Optimierung soll dazu beitragen, bei Wandlung, Transport und Speicherung entstehende Verluste zu minimieren.

Im Großen und Ganzen geht es also um das ökonomische Prinzip, aus einem gegebenen Mittel (hier Energie) das Optimum zu gewinnen.

Energieeffizienz ist dabei nicht gleichzusetzen mit Energieeinsparung, da letztere beispielsweise durch Verhaltensänderungen möglich ist, ohne die Effizienz zu steigern (z. B. weniger zu heizen). Als energieeffiziente Maßnahmen gelten hingegen beispielsweise:

  • Nutzung von Abwärme durch Wärmetauscher und Kraft-Wärme-Kopplung
  • Wärmedämmung bei Gebäuden
  • Leuchtmittel, die weniger Strom benötigen
  • Steigerung der Produktion durch eine Verbesserung der technologischen Bedingungen

Die Kennzeichnung der Energieeffizienz eines Haushaltsgerätes erfolgt seit 1998 über das EU-Energielabel, das seit 2011 für zahlreiche Geräte verbindlich ist. Bei Kraftfahrzeugen ist der CO2-Ausstoß ein Indikator neben dem Kraftstoffverbrauch, für Gebäude wurde der Energieausweis eingeführt.

Erstmals im deutschen Sprachgebrauch aufgetreten ist der Begriff durch die EG-Richtlinie 2002/91/EG, umgesetzt wurden die Anforderungen erstmals mit dem Energieeinspargesetz (EnEG) beziehungsweise der Energieeinsparverordnung (EnEV). Hiernach ist der Endenergiebedarf das Maß für die Energieeffizienz.

Die aktuelle Richtlinie 2012/27/EU aus dem Jahr 2012 schreibt gegenüber 2008 eine 20 % höhere Energieeffizienz vor. Allerdings hat Deutschland eine fristgerechte Umsetzung in nationales Recht versäumt, ein Erreichen dieser Ziele scheint bei der Umsetzung bestehender Maßnahmen lediglich um 10-15 % möglich.

Nichtsdestotrotz bildet die Senkung des Energieverbrauchs durch eine Steigerung der Effizienz neben dem Ausbau regenerativer Energien eine tragende Säule der anvisierten Energiewende des Bundesrepublik.

Zur Durchsetzung der CO2-Reduktion durch eine gesteigerte Energieeffizienz stellt die Regierung deshalb umfassende Förderprogramme zur Verfügung.