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Torluftschleier

Ein Torluftschleier - auch als Luftschleier, Torluftschleieranlage, Lufttür, -vorhang, -wand oder -schottanlage bekannt - trennt verschiedene Luftmassen durch eine Luftbarriere voneinander und verhindert so einen Austausch von Außen- und Innenluft.

Funktionsweise eines Torluftschleiers

Zur Trennung unterschiedlicher Luftschichten ist die Anlage beispielsweise an Eingängen von Kaufhäusern, Bahnhöfen oder Flughäfen sowie über Toren von Werkhallen montiert. Die Funktionsweise basiert auf dem physikalischen Bestreben von Luftmassen mit unterschiedlichen Temperaturen, sich gegenseitig ausgleichen zu wollen. Es entsteht ein Luftaustausch, der erst beendet ist, wenn sich die Temperaturen gegenseitig angeglichen haben.

Eine gerichtete Luftströmung, die mittels einer Ausblasöffnung und einer Ansaugöffnung zirkuliert, schafft eine Barriere in Form einer Gegenströmung, die den weiteren Luftaustausch verhindert und bei Bedarf auch Gerüche, Insekten, Schmutz, Staub und Rauch abhält.

Volumenstrom, Geschwindigkeit, Temperatur und Impuls müssen am Kaltlufteinfall ausgerichtet sein, sodass der Luftschleier unter Umständen mit erwärmter Luft arbeitet. Daneben ist auch die Ausblashöhe von Bedeutung für die Effizienz der Anlage: Je niedriger die Anlage, desto geringer ist die Luftmenge, die zur Abschirmung erforderlich ist. Umgekehrt ist etwa eine Toröffnung von 30 m² als Maximalgröße anzusehen, für die ein Torluftschleier praktikabel ist. Öffnungen mit größerer Fläche hingegen erfordern einen zu großen Energieaufwand.

Bauarten von Torluftschleieranlagen

Im Wesentlichen unterscheiden sich zwei Bauarten der Torluftschleier: Zum einen gibt es Anlagen mit verstellbaren Lamellen, zum anderen arbeiten einige Modelle mit Düsen nach dem Venturi-Prinzip. Die Ausrichtung der Luftwalze erfolgt in der Regel vertikal zum Boden hin, kann in Ausnahmefällen aufgrund baulicher Erfordernisse jedoch auch horizontal erfolgen.

  • Beim Lamellenprinzip wird der Luftstrom gegen verstellbare Lamellen geblasen, wodurch sich die Richtung der Luftströmung steuern lässt. Dies funktioniert aufgrund der Ventilatoren innerhalb des Gerätes meist jedoch nur ungenau, auch ist der Luftschleier ungleichmäßig stark und turbulenzreich. Für eine effektive Arbeitsweise der Anlage ist daher die Aufnahme und Abgabe einer großen Luftmenge erforderlich.
  • Beim aktuell meistgenutzten Düsenprinzip hingegen wird die angesaugte Luft zuerst in eine Druckkammer und erst dann gleichmäßig durch die Luftaustrittsdüse geleitet. Die Düse wirkt dabei nach dem Venturi-Prinzip und beschleunigt den Luftstrom gleichmäßig, sodass ein hoher Druck entsteht, der sich zudem exakt in seiner Richtung steuern lässt. Damit kommt das Düsenprinzip mit einer wesentlich geringeren Luftmenge als das Lamellenprinzip aus und arbeitet energieeffizienter.

Ausrichtung der Luftwalze

Daneben lassen sich Anlagen mit einer nach innen und einer nach außen drehenden Luftwalze unterscheiden. Bei der innen liegenden Variante wird die Luft aus dem Innenraum angesaugt und über der Tür nach unten ausgeblasen. Je nach Ausrichtung der Ansaugöffnung entsteht dabei eine große Ansaugtiefe in den Raum. Die außendrehende Luftwalze hingegen richtet sich direkt der Außenluft entgegen und eignet sich insbesondere bei Gebäuden mit Unterdruck. Durch das Ansaugen von Außenluft ist die Abschirmleistung vergleichsweise höher, gleichzeitig steigt der Energiebedarf geringfügig an.

Vorteile eines Torluftschleiers

Der wesentliche Vorteil eines Torluftschleiers ist die Einsparung von Energiekosten: Bis zu 80 % der Heizkosten lassen sich durch den Einsatz einer solchen Anlage einsparen. Damit sind nur geschlossene Türen oder ein Windfang hinsichtlich ihrer Energiebilanz effektiver - vor allem im Bereich von Werk- und Industriehallen jedoch nicht immer praktikabel.

Daneben steigert der Torluftschleier die Raumqualität, da Zugluft abgehalten wird. Im Sommer kann der Torluftschleier außerdem dazu dienen, die warme Außenluft abzuschirmen und damit für ein angenehm kühles Raumklima zu sorgen. Umgekehrt dringen unangenehme Gerüche oder schädliche Substanzen nicht in die Umwelt.