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Ein Saugzugventilator hat die Aufgabe, Verbrennungsabgase aus einer Unterdruck-Feuerung abzusaugen und durch den Kamin an die Atmosphäre abzugeben. Während bei kleinen Anlagen der Kamineffekt häufig ausreichend ist, bedarf es bei großen Anlagen einer technischen Lösung, um den Unterdruck der Feuerung aufrecht zu erhalten und den Abzug der Abgase dauerhaft zu gewährleisten. Dies ist vor allem bei industriellen Anlagen der Fall.

Der Unterdruck dient dabei der Sicherstellung, dass keinerlei giftige Gase in die Raumluft entweichen und die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden können. Gleichzeitig sorgt er Unterdruck für das Ansaugen einer ausreichenden Menge von Verbrennungsluft im Verbrennungsraum, was bei großen Anlagen vielfach durch zusätzliche Verbrennungsluftgebläse unterstützt wird, die die Verbrennungsluft in den Feuerraum einblasen. Überdruckfeuerungen benötigen hingegen keinen Saugzug, da hier Verbrennungsluftgebläse einen Überdruck im Feuerraum erzeugen, durch den die Abgase zum Kamin hin ausgetrieben werden. Um hier ein Ausströmen giftiger Gase in Aufenthaltsräume zu verhindern, bedarf es einer gasdichten Ausführung der Feuerraumwände.

Die Ausführung von Saugzugventilatoren erfolgt bei industriellen Anlagen in der Regel als Radialventilator oder Axialventilator mit einem mehrstufigen Rotor und einer variablen Laufschaufelverstellung bzw. Drallreglern bei Radialbauweise, bei der die Umlenkung der Luft durch die Rotation des Radiallaufrades erfolgt. Die Anordnung der Saugzüge erfolgt bei Kraftwerken mit nachgeschalteten Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) zwischen E-Filter und REA oder alternativ vertikal im Kamin. Radialventilatoren kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn es zu einer vergleichsweise größeren Druckerhöhung bei gleicher Luftmenge ankommt als bei Axialventilatoren.

Da sich die erreichte Druckerhöhung in Abhängigkeit zum geförderten Volumenstrom verändert, gibt es verschiedene Kennzahlen, um Ventilatoren miteinander vergleichen zu können:

  • Druckzahl
  • Lieferzahl bzw. Durchflusszahl
  • Laufzahl
  • Durchmesserzahl
  • Wirkungsgrad
  • spezifischer Schallleistungspegel