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Wärmeertrag bezeichnet die von einer Solaranlage oder einem Erdwärmekollektor erzeugte Wärmeenergie. Als Bruttowärmeertrag wird dabei die am Eintritt in den Solarspeicher abgegebene Wärmeenergie bezeichnet. Gemessen wird diese in kWh/m²a, was das Produkt der Kollektorleistung in Kilowatt (kW) und den entsprechenden jährlichen Sonnenstunden (h) je Quadratmeter Kollektorertrag pro Jahr (a) bezeichnet.

Der Bruttowärmeertrag ist unabhängig vom restlichen System, sodass Systemverluste nicht berücksichtigt sind. Für die Bewertung des Wertes werden vielmehr ausgehend von den Kollektorparametern und Referenz-Wetterdaten der theoretische Monats- oder Jahresertrag eines Kollektors bei konstanten Fluidtemperaturen berechnet. Die Angabe erfolgt hiernach in Tabellen.
Wie hoch der Ertrag einer Anlage tatsächlich ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So ist die tatsächliche Sonneneinstrahlung im Norden an der Küste und im Süden Deutschlands besonders hoch, zudem spielen Standortfaktoren beim individuellen Ertrag einer Anlage eine Rolle:

  • Dachausrichtung (Ausrichtung nach Süden)
  • Dachneigung
  • Verschattung

Bei Erdwärmekollektoren hängt der Ertrag des Kollektors ebenfalls von Standortfaktoren ab. Der Wärmeertrag ist abhängig von jahreszeitlichen Temperaturen, Regenmenge und Sonneneinstrahlung. So sind trockene Böden weniger für einen Wärmetransport geeignet als feuchte Böden. Der Wärmeträger eines Erdwärmekollektors ist dabei ein im geschlossenen System zirkulierendes Wasser-Glykol-Gemisch, das die durch Regen und Sonne eingebrachte Wärme aufnimmt und einem Trägermedium zuführt.

Bruttowärmeerträge können aufzeigen, wo die Stärken und Schwächen einzelner Kollektoren im Vergleich zu anderen liegen. Wichtig ist dabei die Bezugsfläche des Kollektors, auf die sich der Bruttowärmeertrag bezieht: Absorber-, Apertur- oder Bruttofläche. Dem gegenüber steht der Nettowärmeertrag, der den Anteil des Bruttowärmeertrags bezeichnet, der effektiv genutzt werden kann.