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Heizkessel

Ein Heizkessel dient der Umwandlung chemisch gebundener Energie in thermische. Ein Brenner erwärmt dabei eine Brennkammer, um die herum Rohrleitungen angeordnet sind, in denen sich vorwiegend Wasser befindet, das die Wärme aufnimmt und in ein Heizsystem einspeist.

Typischerweise besteht ein Heizkessel aus einer Brennkammer mit Wänden aus Metall oder Keramik, einem Rost zum Verbrennen fester Brennstoffe oder einem Brenner für flüssige oder gasförmige Brennstoffe, einer Abgasanlage sowie einer umgebenden Wärmedämmung zum Schutz gegen Wärmeverluste.

Klassifizierung von Heizkesseln

Man unterscheidet Heizkessel im Wesentlichen nach dem Brennstoff. Die am weitesten verbreiteten sind dabei Gas und Öl, wobei auch biogene Brennstoffe wie Holz, Sonnenenergie und Strom zum Erhitzen der Kessel zum Einsatz kommen.

Mit jedem Brennstoff gehen dabei unterschiedliche bauliche Anforderungen an den Schornstein einher. So bedarf es bei gasbetriebenen Heizkesseln keines rußbeständigen Schornsteins, allerdings muss die Abgasanlage aufgrund der Versottungsgefahr durch kondensierendes Abgas jedoch feuchtigkeitsunempfindlich ausgebildet sein.

Bei Ölheizungen ist neben des Heizkessels ein Öltank erforderlich. Aufgrund des vergleichsweise hohen Wartungsaufwandes sowie des räumlichen Bedarfs verlieren ölbetriebene Heizsysteme gegenüber Gasheizungen immer mehr an Bedeutung.

Nachdem die Preise für Öl und Gas zuletzt angestiegen sind, stellen Pelletheizungen eine nachhaltige Alternative zu den fossilen Brennstoffen dar. Der Vorteil von Pellets gegenüber Holz als Brennstoff ist der durch die Verdichtung und geringere Feuchte höhere Energiewert als bei Scheitholz. Der Nachteil ist ein wesentlich höherer Anschaffungspreis als bei einem Gaskessel. Liegt dieser zwischen 2.000 und 5.000 Euro bewegt sich der Preis für eine Pelletheizung bei 8.000 bis 12.000 Euro.

Alternativ ist eine Klassifizierung nach Kesseltyp (Standardkessel, Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel), der Bauform (wandhängend oder bodenstehend), der Regelungsart (einstufig, mehrstufig oder modulierend) sowie dem Brennerprinzip (Verdampfungsbrenner und Zerstäubungsbrenner bei Öl, Vormischbrenner und Diffusionsbrenner bei Gas) möglich.

Vor allem Brennwertkessel verbreiten sich aktuell aufgrund ihrer hohen Effizienz bzw. dürfen Heizwertkessel nur noch in Mehrfamilienhäusern mit dezentralen Wärmeerzeugern und einer typischen Schornstein-Mehrfachbelegung eingesetzt werden, ansonsten haben sich Brennwertkessel durchgesetzt.

Kriterien bei der Anschaffung eines neuen Kessels

  • Abstimmung der Leistung auf das Gebäude
  • Leistung sollte auf den Bedarf abgestimmt werden können.
  • Brennwertkesseln arbeiten energieeffizienter.
  • Stillstandsverluste des Heizkessels sollten auf ein Minimum reduziert sein.
  • Die Aufstellung des Heizkessels im beheizten Bereich macht sich die Wärmeverluste zunutze.
  • Installierte Pumpen sollten hocheffizient sein.