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Besonders in der kalten Jahreszeit fließt Wärme vom Gebäudeinneren in die kalte Außen-Umgebung. Um diese Wärmeverluste (den sogenannten Transmissionswärmeverlust) infolge von Wärmeleitung über Bauteile wie Wände, Fenster und Türen auszugleichen, muss dem Raum eine bestimmte Wärmemenge zugeführt werden. Um den Transmissionswärmebedarf möglichst gering zu halten, ist vor allem eine sorgfältige Planung der Gebäudehülle, z. B. durch eine ausreichende Wärmedämmung im Kellerbereich, Außenwand- und Fußbodendämmung sowie der Wärmedämmung beim Dach zu achten. Diese stellt vor allem bei Industriehallen vielfach eine Schwachstelle dar.
Der erforderliche Bedarf ist der Transmissionswärmebedarf. Dieser stellt eine Nebenanforderung der EnEV dar, der Kennwert bildet den mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten einschließlich des Einflusses von Wärmebrücken ab und ersetzt die bis 1994 maßgebliche Anforderung der Wärmeschutzverordnung durch den k-Wert. Die Berechnung erfolgt durch folgende Gleichung:

QT = A * U * Δt

Dabei entsprechen die Variablen:

QT = Transmissionswärmebedarf in W
A  = Bauteilfläche in m² z.B. Außenwand / Rohbaumaß)
U  = Wärmedurchgangskoeffizient in W/m²K

Δt = Temp. Differenz zwischen Raumtemp. und Umgebungstemp. in °C
Δt bei Außenbauteile wie z.B. Außenwand =  (ti - tA) = Rauminnentemp. - Außentemperatur.
Δt bei Innenbauteile wie z.B. Innenwand =  (ti - ti2) = Rauminnentemp. - Rauminnentempatur des  Nachbarraumes

Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs und des spezifischen Transmissionswärmeverlustes gemäß § 3 Abs. 1 der EnEV finden sich bei enev-online.

Neben dem Transmissionswärmeverlust muss der Lüftungswärmeverlust ausgeglichen werden, um eine konstante Raumtemperatur zu halten, woraus sich der Lüftungswärmebedarf ergibt. Die erforderliche Heizlast wird aus Transmissionswärmebedarf und Lüftungswärmebedarf berechnet.